CO₂-Ersparnis durch dein E-Auto
Elektroautos fahren lokal emissionsfrei. Aber wie sieht die Bilanz inklusive Stromproduktion aus? Hier siehst du den ehrlichen Vergleich.
Wie wird CO₂ berechnet?
Bei E-Autos hängt die CO₂-Bilanz davon ab, wie der Strom erzeugt wurde:
- Deutscher Strommix 2025: ca. 420 g CO₂ pro kWh
- Bezogener Ökostrom: ca. 350 g (in Realität teils auch 50–150 g, je nach Anbieter)
- Eigene PV-Anlage: nahezu 0 g CO₂ in der Nutzung
Bei Verbrennern fallen folgende Emissionen an:
- Benziner: ca. 2,37 kg CO₂ pro Liter
- Diesel: ca. 2,65 kg CO₂ pro Liter
Was ist mit der Akku-Produktion?
Die Herstellung eines Akkus verursacht einmalig CO₂. Pro kWh Akku-Kapazität sind das 50–150 kg CO₂ — also bei einem 77-kWh-Akku etwa 6–12 t. Diese "CO₂-Schuld" ist nach 30.000–60.000 km im Vergleich zum Verbrenner abgebaut, danach wird das E-Auto stetig "grüner".
Realistische Beispielrechnung
- 15.000 km/Jahr Fahrleistung
- E-Auto: 18 kWh/100km × 420 g = 1.134 kg CO₂/Jahr
- Benziner 7 l/100km: 105 l × 2,37 kg = 2.488 kg CO₂/Jahr
- Ersparnis: 1.354 kg CO₂/Jahr = etwa 14 Mal Berlin-München fliegen
Mit reiner PV-Eigenversorgung wäre die Ersparnis sogar 2.488 kg/Jahr.
Wann sparst du am meisten CO₂?
- Hohe Fahrleistung (mehr Kilometer = mehr Effekt)
- Eigener PV-Strom statt Netz
- Lange Nutzungsdauer (Akku-Produktions-CO₂ amortisiert sich)
- Effizientes Fahren (geringer Verbrauch)
Hinweis: Alle Berechnungen sind Schätzwerte basierend auf typischen Praxisbedingungen. Tatsächliche Werte können je nach Fahrzeug, Wetter und Tarif abweichen.